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Marketing-Tools für Immobilienmakler: Sieben Kategorien

Malte-Valentin Gründer7 Min. Lesezeit

Welche Marketing-Tools brauchen Immobilienmakler?

Ein Maklerbüro braucht Marketing-Tools für sieben Aufgaben: Kontakte verwalten, Eigentümern eine Bewertung anbieten, Anzeigen schalten, eine Website betreiben, Beiträge planen, Termine buchen und Ergebnisse auswerten. Nicht jedes Büro braucht für jede Aufgabe ein eigenes Werkzeug. Oft deckt ein System mehrere Aufgaben ab, und manche Aufgaben erledigen kostenlose Dienste.

Dieser Artikel sortiert die Werkzeuge nach Aufgabe und nennt zu jeder Kategorie Beispiele, deren Herstellerseite wir geöffnet haben. Die Beispiele sind eine Auswahl ohne Reihenfolge der Qualität. Preise nennen wir nicht, denn sie ändern sich und hängen vom Paket ab. Prüfen Sie aktuelle Konditionen beim Anbieter.

Der Zusammenhang mit der Gesamtstrategie steht im Ratgeber Marketing für Immobilienmakler. Hier geht es nur um die Werkzeuge.

Vorab: Erst den Ablauf klären, dann das Werkzeug wählen

Ein Werkzeug automatisiert einen bestehenden Ablauf. Beschreiben Sie deshalb zuerst, was mit einer Anfrage passieren soll: Wer ruft zurück, bis wann, wo wird der Termin eingetragen, wer erstellt das Angebot? Erst danach lohnt der Vergleich von Anbietern.

Drei Fragen helfen bei jeder Auswahl:

  • Löst das Werkzeug eine Aufgabe, die heute Zeit kostet oder Anfragen verliert?
  • Lässt es sich mit der vorhandenen Software verbinden?
  • Was passiert mit den Daten, wenn Sie den Anbieter wechseln?
  • Gerade die letzte Frage wird oft vergessen. Kontakte und Objekte sollten sich exportieren lassen.

    1. Maklersoftware und CRM

    Die Maklersoftware ist das Zentrum des Büros. Sie verwaltet Kontakte, Objekte, Aufgaben und Termine. Für das Marketing ist sie wichtig, weil dort jeder Lead landen und weiterverfolgt werden sollte.

    Zwei Beispiele von deutschen Anbietern:

  • onOffice: Software für unabhängige Immobilienunternehmen, laut Herstellerseite mit App, WordPress-basierten Websites, die mit der Software verbunden sind, einem Marketplace für Partnerdienste und Marketingleistungen wie SEO und Google Ads
  • Propstack: Immobilien-CRM mit Kundenmanagement, Objektakten, Automatisierung, mobiler App, KI-Unterstützung und Integrationen unter anderem zu ImmobilienScout24 und immowelt
  • Beide Seiten haben wir im Oktober 2026 geöffnet. Was die Pakete im Einzelnen enthalten, müssen Sie beim Anbieter erfragen. Achten Sie bei der Auswahl auf Schnittstellen zu Ihren Werbeanzeigen: Landen Anfragen aus einem Formular automatisch im CRM, oder tippt jemand sie ab?

    2. Bewertungsrechner

    Ein Online-Bewertungsrechner bietet Eigentümern eine erste Einschätzung und gibt Ihnen im Gegenzug den Kontakt. Er ist als Leadmagnet beliebt. Wie das Angebot aufgebaut wird, erklärt der Artikel Immobilienbewertung als Leadmagnet.

    Konkrete Anbieter nennen wir hier nicht, weil wir keine Herstellerseite geprüft haben. Für den Vergleich gelten diese Kriterien:

  • Wird die Bewertung unter Ihrem Namen und Ihrer Internetadresse angezeigt
  • Gehören die Kontakte ausschließlich Ihnen
  • Lässt sich der Rechner in Ihre Website einbetten
  • Gelangt der Lead automatisch ins CRM
  • Wie transparent ist die Methode, auf der die Werte beruhen
  • Der letzte Punkt ist wichtig. Ein Rechner liefert eine Spanne, keinen Verkaufspreis. Eigentümer sollten wissen, dass erst die Besichtigung durch den Makler ein belastbares Ergebnis liefert.

    3. Werbeanzeigenmanager

    Für Anzeigen auf Facebook und Instagram benötigen Sie ein Konto im Werbeanzeigenmanager von Meta. Dort legen Sie Kampagnen an, wählen Region und Zielgruppe und werten die Ergebnisse aus. Für Anzeigen bei Google gibt es ein eigenes Konto.

    Der Aufbau einer Kampagne ist wichtiger als das Werkzeug. Eine Einführung bietet der Artikel Meta Ads für Immobilienmakler. Wer abwägt, welcher Kanal zum Büro passt, liest Google Ads oder Meta Ads?.

    Hinweis zur Einrichtung: Eine Facebook-Seite für das Büro ist Voraussetzung für Anzeigen auf Meta. Auch das Tracking sollte vor dem Start laufen, damit Sie später wissen, welche Anzeige welche Anfrage brachte.

    4. Website und Formulare

    Die Website ist der Ort, an dem Anzeigen und Empfehlungen ankommen. Sie können sie mit einem Baukasten, mit dem Websitemodul Ihrer Maklersoftware oder mit einer Agentur umsetzen. onOffice beschreibt auf der Herstellerseite zum Beispiel WordPress-basierte Maklerwebsites, die mit der eigenen Software verbunden sind.

    Wichtiger als die Technik sind Botschaft, Vertrauenssignale und ein klarer Kontaktweg. Die Entscheidung zwischen Baukasten und Agentur erläutert der Artikel Makler-Website: Baukasten oder Agentur?. Kosten und Leistungsumfang behandelt Maklerwebsite Kosten.

    Prüfen Sie bei jeder Lösung, ob Impressum, Datenschutzerklärung und Cookie-Hinweis vollständig sind. Ein Formular, das Daten erhebt, verlangt eine passende Datenschutzerklärung.

    5. Social-Media-Planung

    Wer regelmäßig auf Instagram und Facebook postet, braucht einen Plan. Ein Redaktionskalender in einer Tabelle reicht für den Anfang. Meta bietet dafür die Meta Business Suite an. Welche Funktionen sie enthält und ob sie für Ihr Büro genügen, probieren Sie am besten selbst aus.

    Wichtiger als das Planungswerkzeug sind Themen. Eine Auswahl finden Sie im Artikel Social Media für Immobilienmakler. Wer Beiträge und Videos nicht selbst produzieren möchte, findet auf der Seite Sichtbarkeitskampagnen das Angebot von Gründer Marketing.

    6. Telefon und Terminbuchung

    Zwischen Anfrage und Bewertungstermin gehen viele Kontakte verloren. Eine Online-Terminbuchung verkürzt den Weg: Der Eigentümer wählt einen freien Termin, ohne dass jemand hin- und herschreibt.

    Ein bekanntes Beispiel ist Calendly. Laut Herstellerseite verbinden Nutzer ihren Kalender, legen verfügbare Zeiten fest, und Gäste buchen selbst. Das Werkzeug versendet Erinnerungen, lässt sich in Websites einbetten und bietet mehr als 150 Integrationen (Angabe des Herstellers, Stand Oktober 2026). Prüfen Sie vorab den Datenschutz und schließen Sie mit dem Anbieter einen Auftragsverarbeitungsvertrag ab.

    Für Rückrufe gilt: Legen Sie intern fest, wer eingehende Anfragen bearbeitet und bis wann. Für Telefonanlagen und Anruflisten finden Sie viele Anbieter; wir nennen hier keinen.

    7. Auswertung

    Ohne Auswertung wissen Sie nicht, welche Maßnahme Aufträge bringt. Zwei Quellen genügen zu Beginn:

  • Der Werbeanzeigenmanager zeigt Kosten und Anfragen je Anzeige
  • Ihr CRM zeigt, welche Anfragen zum Termin und zum Auftrag führten
  • Für die Website bietet die Google Search Console einen Überblick über Suchanfragen, Klicks und Position in den Google-Ergebnissen. Laut Googles Seite kann man dort außerdem Sitemaps einreichen und die Indexierung einzelner Seiten prüfen. Mehr zur Auffindbarkeit steht im Artikel SEO für Immobilienmakler.

    Entscheidend ist, die Zahlen zu verbinden. Die Kosten pro Anfrage sagen wenig, solange Sie nicht wissen, wie viele Anfragen zu einem Alleinauftrag wurden. Welche Kennzahlen sich lohnen, zeigt der Abschnitt zur Auswertung im Ratgeber Marketing für Immobilienmakler.

    So gehen Sie bei der Auswahl vor

  • Schritt 1: Ablauf von der Anfrage bis zum Auftrag aufschreiben
  • Schritt 2: Lücken markieren, an denen Kontakte verloren gehen
  • Schritt 3: Für jede Lücke ein Werkzeug testen, bevor Sie einen Vertrag abschließen
  • Schritt 4: Nach einigen Wochen prüfen, ob die Lücke kleiner geworden ist
  • Weniger Werkzeuge bedeuten weniger Pflege, weniger Schnittstellen und weniger Fehler. Beginnen Sie mit CRM, Anzeigenkonto und Terminbuchung.

    Nächster Schritt

    Wenn Sie wissen möchten, wie die Werkzeuge in eine Gesamtstrategie passen, lesen Sie den Ratgeber Marketing für Immobilienmakler. Und wenn Sie Anfragen von Eigentümern suchen, die in Ihrem CRM landen sollen, erfahren Sie auf der Seite Eigentümer-Leads, wie Gründer Marketing sie aus eigenen Kampagnen erzeugt.

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