Google Ads oder Meta Ads für Makler: Welcher Kanal passt?
Google Ads oder Facebook Ads: Welcher Kanal gewinnt mehr Eigentümer für Makler?
Google Ads erreichen Eigentümer, die bereits nach einem Makler oder einer Bewertung suchen, Meta Ads erreichen Eigentümer, bevor sie aktiv suchen. Welcher Kanal mehr Aufträge bringt, hängt davon ab, wie viele Eigentümer in Ihrer Region aktuell suchen und wie stark der Wettbewerb um diese Suchen ist. Gründer Marketing beschreibt den Unterschied auf der Leistungsseite so: Google Ads wartet auf aktive Suche (Pull), Meta Ads spricht Eigentümer in ihrer Lebenssituation an (Push). Für die Eigentümerakquise hält Gründer Marketing Meta in den meisten Regionen für effektiver. Eine Kombination ist möglich.
Quelle: Gründer Marketing, Leistungsseite Meta Ads, marketing-gruender.de/leistungen/meta-ads, Stand Oktober 2026.
Der Kern des Unterschieds
Google: Die Nachfrage ist schon da
Bei Google geben Menschen einen Suchbegriff ein, zum Beispiel „Immobilie bewerten lassen" oder „Makler in Ihrer Stadt". Ihre Anzeige erscheint genau in diesem Moment. Der Eigentümer hat ein Anliegen formuliert und ist oft bereits mitten in der Entscheidung.
Das hat zwei Folgen. Die Menge der Anfragen ist begrenzt durch die Zahl der Menschen, die in Ihrer Region tatsächlich suchen. Und mehrere Makler bieten auf dieselben Suchbegriffe, sodass der Wettbewerb um den Platz in den Ergebnissen entsteht.
Meta: Die Nachfrage wird geweckt
Bei Facebook und Instagram sucht niemand nach einem Makler. Die Anzeige erscheint im Feed, während der Eigentümer etwas anderes tut. Sie wirkt, wenn sie eine Situation trifft, in der er sich erkennt, etwa eine Erbschaft oder ein zu großes Haus. Damit erreichen Sie Eigentümer, die über einen Verkauf nachdenken, aber noch keinen Makler gesucht haben. Wie das in der Praxis aussieht, steht im Artikel Facebook Werbung für Immobilienmakler.
Hier gilt die Gegenseite: Der Eigentümer hat sich noch nicht entschieden. Ihre Anzeige führt ihn zu einem ersten Schritt, etwa einer Bewertung, und das Nachfassen entscheidet dann über den Termin.
Wann welcher Kanal passt
Google Ads passen, wenn
Meta Ads passen, wenn
Beachten Sie bei Meta die Sonderkategorie für Immobilienanzeigen, die das Targeting einschränkt. Die Details stehen im Artikel zur Facebook Werbung.
Was jeder Kanal kostet
Feste Klickpreise für Immobilienmakler lassen sich seriös nicht nennen, weil sie bei Google von Suchbegriff, Region und Wettbewerb abhängen und bei Meta vom Budget und von der Zielgruppe. Für Meta nennt die Leistungsseite von Gründer Marketing ein Werbebudget ab 500 € pro Monat und als Richtwert aus laufenden Kampagnen einen CPL von 30–60 € je qualifiziertem Lead. Für Google Ads wird hier bewusst keine Zahl genannt. Holen Sie sich vor der Entscheidung in Google Ads die Prognose für Ihre Suchbegriffe und vergleichen Sie am Ende die Kosten je qualifiziertem Lead und je Alleinauftrag. Das Rechenschema finden Sie im Artikel Eigentümerkampagne auswerten.
Worauf Sie bei der Kanalwahl achten sollten
Jeder Kanal bringt Anfragen mit einem anderen Reifegrad. Wer bei Google nach einer Bewertung sucht, möchte oft in kurzer Zeit Ergebnisse. Wer über eine Meta-Anzeige kommt, hat meist erst über einen Verkauf nachgedacht und braucht mehr Orientierung im Erstgespräch. Planen Sie dafür unterschiedliche Rückrufgespräche ein: kürzer und konkreter bei der Suche, ruhiger und beratender bei der Ansprache vor der Suche.
Auch die Auswertung unterscheidet sich. Bei Google zählen Suchbegriffe und Anzeigenplatzierung, bei Meta Anzeigengruppen und Lebenssituationen. Erfassen Sie bei jeder Anfrage die Quelle, damit Sie beide Kanäle am gleichen Maßstab messen: dem Alleinauftrag.
Beide Kanäle kombinieren
Die Kanäle ergänzen sich, weil sie verschiedene Phasen abdecken:
Sinnvoll ist ein Start mit einem Kanal und ein zweiter Kanal erst, wenn Nachfassen und Auswertung stabil laufen. Zwei Kanäle gleichzeitig verteilen ein kleines Budget auf zwei Datenmengen, die jeweils zu klein werden können.
Ein Beispiel aus dem Büroalltag
Angenommen, Ihr Büro sitzt in einer mittelgroßen Stadt und Sie möchten mehr Verkaufsaufträge für Einfamilienhäuser. Bei Google erreichen Sie die Eigentümer, die gerade eine Bewertung suchen. Das sind die Eiligen. Über Meta erreichen Sie zusätzlich die Eigentümerin, deren Kinder ausgezogen sind und die noch nicht weiß, dass ein Verkauf eine Option ist. Beide Gruppen brauchen eine eigene Ansprache und führen in der Regel zu unterschiedlichen Gesprächen. Das Beispiel ist ein Gedankenmodell und zeigt keine Messwerte.
Eine Entscheidungshilfe
Stellen Sie sich drei Fragen:
Welche Rolle Beiträge und ein eigenes Profil spielen, beschreibt der Artikel Social Media für Immobilienmakler. Den Überblick über alle Kanäle gibt der Ratgeber Marketing für Immobilienmakler.
Nächster Schritt
Wenn Sie eine Einschätzung für Ihre Region möchten, finden Sie auf der Seite Meta Ads für Immobilienmakler den Ablauf, das Budget und ein Gesprächsangebot. Dort können Sie klären, ob Meta Ads für Ihr Büro passen.
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