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Facebook Werbung für Immobilienmakler: Ablauf und Kosten

Malte-Valentin Gründer9 Min. Lesezeit

Wie funktioniert Facebook Werbung für Immobilienmakler und was kostet sie?

Facebook Werbung für Immobilienmakler läuft über den Meta Werbeanzeigenmanager, schaltet Anzeigen auf Facebook und Instagram und besteht aus vier Schritten: Zielgruppe festlegen, Anzeige erstellen, Formular oder Landingpage bereitstellen und die Anfragen zügig nachfassen. Die Kosten teilen sich in das Werbebudget, das direkt an Meta geht, und in die Betreuung oder den eigenen Zeitaufwand. Gründer Marketing nennt auf der Leistungsseite ein Werbebudget ab 500 € pro Monat. Für Immobilien gilt bei Meta außerdem eine Sonderkategorie, die das Targeting einschränkt, und für Lead-Formulare gelten die Informationspflichten der DSGVO.

Quelle: Gründer Marketing, Leistungsseite Meta Ads, marketing-gruender.de/leistungen/meta-ads, Stand Oktober 2026.

Facebook oder Instagram: Wo läuft die Anzeige?

Facebook und Instagram gehören zu Meta und werden über dasselbe Werkzeug gebucht. Sie legen eine Kampagne an und wählen die Platzierungen aus: Facebook Feed, Instagram Feed, Stories und Reels. Ein getrenntes Budget für beide Plattformen ist nicht nötig. Voraussetzung ist laut Leistungsseite von Gründer Marketing eine Facebook-Seite für Ihr Büro. Fehlt sie, lässt sie sich in etwa 30 Minuten einrichten.

Die Frage nach den Instagram-Kosten hat damit dieselbe Antwort wie die nach Facebook: Es gibt keinen festen Preis je Anzeige. Sie legen ein Tages- oder Monatsbudget fest, und Meta liefert die Anzeige im Rahmen dieses Budgets aus.

Der Ablauf in vier Schritten

Schritt 1: Zielgruppe bestimmen

Eigentümer verkaufen aus konkreten Anlässen: Erbschaft, Scheidung, Verkleinerung oder Leerstand. Legen Sie für jeden Anlass eine eigene Anzeigengruppe an, mit eigener Botschaft und eigenem Bild. Dazu gehört die Region, in der Sie Objekte vermitteln können. Im nächsten Abschnitt steht, welche Einstellmöglichkeiten Meta bei Immobilienanzeigen überhaupt zulässt.

Schritt 2: Die Anzeige erstellen

Die Anzeige beginnt mit der Situation des Eigentümers und nennt erst danach Ihr Büro. Ein Satz wie „Sie haben geerbt und wissen noch nicht, was mit der Immobilie passieren soll?" spricht einen konkreten Menschen an. Ein Satz wie „Ihr kompetenter Makler für die Region" beschreibt nur Sie. Mehr dazu lesen Sie im Artikel Warum emotionale Werbeanzeigen bei Eigentümern funktionieren. Tipps zur Gestaltung von Bild und Text folgen im Artikel Werbung für Immobilienmakler gestalten.

Schritt 3: Formular oder Landingpage

Der Eigentümer braucht einen klaren nächsten Schritt, zum Beispiel eine Bewertungsanfrage. Dafür gibt es zwei Wege:

  • Meta Lead-Formular: Die Anfrage geschieht direkt in der App. Das senkt die Hürde, liefert aber oft Kontakte mit unterschiedlich ernster Verkaufsabsicht.
  • Landingpage mit Fragen: Der Eigentümer beantwortet vor dem Kontaktformular mehrere kurze Fragen zu Objekt, Region und Zeitrahmen. Gründer Marketing setzt auf diesen Weg, damit nur ernsthafte Eigentümer das Formular erreichen.
  • Beide Wege lassen sich kombinieren. Wichtig ist, dass Sie in jedem Fall Fragen stellen, die einen Interessenten von einem Neugierigen unterscheiden.

    Schritt 4: Nachfassen

    Eine Anfrage verliert an Wert, je länger sie liegt. Legen Sie fest, wer eingehende Leads sieht und wer innerhalb welcher Frist zurückruft. Notieren Sie den Eingang und den ersten Kontaktversuch. So erkennen Sie später, ob schnelle Rückrufe häufiger zum Termin führen. Wie Sie die Zahlen auswerten, beschreibt der Artikel Eigentümerkampagne auswerten.

    Was kostet Facebook und Instagram Werbung für Makler?

    Die Kosten bestehen aus drei Teilen:

  • Werbebudget: Es geht direkt an Meta. Die Leistungsseite von Gründer Marketing nennt ab 500 € pro Monat.
  • Betreuung: Aufbau, Anzeigentexte, Optimierung und Auswertung. Bei Gründer Marketing wird sie im Erstgespräch besprochen, das Setup ist laut Leistungsseite im Paket enthalten.
  • Ihre eigene Zeit: Rückrufe, Erstgespräche, Bewertungen.
  • Auf der Leistungsseite steht außerdem, dass das Werbebudget nicht an Gründer Marketing fließt. Für die Wirtschaftlichkeit zählt am Ende, was ein Alleinauftrag kostet. Ein Rechenbeispiel finden Sie im Artikel Eigentümerkampagne auswerten. Als Richtwert aus laufenden Kampagnen nennt die Leistungsseite einen CPL von 30–60 € je qualifiziertem Lead, abhängig von Region, Budget und Objektsegment. Erste Leads kommen demnach nach etwa 2–4 Wochen.

    Sonderregel: Meta Kategorie Wohnungswesen

    Meta führt für bestimmte Anzeigenthemen sogenannte spezielle Anzeigenkategorien (englisch Special Ad Categories). Eine davon ist „Housing". Laut der Entwicklerdokumentation von Meta gelten die Einschränkungen für Werbetreibende mit Sitz in den USA oder für Anzeigen, die die USA, Kanada oder Europa erreichen. Deutschland nennt die Seite nicht ausdrücklich, Europa wird nicht näher definiert.

    Für die speziellen Anzeigenkategorien, zu denen Housing gehört, nennt Meta unter anderem diese Einschränkungen:

  • Das Alter lässt sich nicht einengen, es gilt grundsätzlich 18 bis 65+.
  • Ein bestimmtes Geschlecht lässt sich nicht auswählen.
  • Orte benötigen einen Radius, in Europa 15 km. Postleitzahlen und kleinräumige Gebiete sind nicht verfügbar.
  • Ähnliche Zielgruppen (Lookalike) stehen nicht zur Verfügung.
  • Zielgruppen nach Verhalten oder Demografie sind nicht zulässig, Interessen kommen aus einer freigegebenen Liste.
  • Quelle: Meta for Developers, Special Ad Category, developers.facebook.com/docs/marketing-api/audiences/special-ad-category, abgerufen Oktober 2026.

    Eine abschließende Liste, welche Anzeigen unter Housing fallen, enthält die geprüfte Entwicklerdokumentation nicht. Ob eine Anzeige zur Eigentümergewinnung eines Maklers darunter fällt, geht aus den geprüften Quellen nicht eindeutig hervor. Prüfen Sie das im Werbeanzeigenmanager und in Metas Werberichtlinien oder lassen Sie es von Ihrer Betreuung klären.

    Für die Praxis bedeutet das: Wer die Kategorie angibt, steuert die Ansprache vor allem über den Anzeigentext. Die Lebenssituation steht in der Botschaft, weil sich die Zielgruppe kaum nach Alter oder Interessen zuschneiden lässt.

    DSGVO bei Lead-Formularen

    Sobald Sie Namen und Kontaktdaten von Eigentümern erheben, verarbeiten Sie personenbezogene Daten. Art. 13 DSGVO verlangt, dass Sie die betroffene Person zum Zeitpunkt der Erhebung informieren, unter anderem über Ihren Namen und Ihre Kontaktdaten, die Zwecke und die Rechtsgrundlage der Verarbeitung, die Empfänger der Daten und die Speicherdauer.

    Quelle: Art. 13 DSGVO, dsgvo-gesetz.de/art-13-dsgvo, abgerufen Oktober 2026.

    In der Praxis sieht das so aus:

  • Datenschutzhinweis im Formular: Er verlinkt auf Ihre Datenschutzerklärung, die zur Anfrage passt.
  • Datensparsamkeit: Fragen Sie nur, was Sie für den ersten Kontakt benötigen.
  • Einwilligung für den Kanal: Wollen Sie Eigentümer anrufen oder per E-Mail kontaktieren, regelt das § 7 UWG. Ein Anruf bei Verbrauchern braucht nach § 7 Abs. 2 Nr. 1 UWG eine vorherige ausdrückliche Einwilligung. Holen Sie sie im Formular ein.
  • Löschfristen: Legen Sie fest, wie lange Sie Leads ohne Auftrag speichern.
  • Das ist keine Rechtsberatung. Lassen Sie Formular und Datenschutzerklärung von einer Anwältin oder einem Anwalt prüfen.

    Was vor dem Start geklärt sein sollte

    Bevor die erste Anzeige live geht, lohnt ein kurzer Check. Für das Tracking sollte die Quelle jeder Anfrage erfasst werden, damit später sichtbar ist, welche Anzeigengruppe Termine brachte. Die Landingpage muss auf dem Smartphone funktionieren, denn die meisten Anzeigen werden dort gesehen. Klären Sie außerdem, wer im Büro Anfragen annimmt, auch bei Urlaub und Krankheit. Und legen Sie vorab fest, ab welchem Ergebnis Sie das Budget erhöhen oder die Kampagne anpassen.

    Typische Fehler beim Start

  • Eine Anzeige für alle: Ohne Bezug zur Lebenssituation scrollt der Eigentümer weiter.
  • Kein Plan für das Nachfassen: Leads liegen ein bis zwei Tage unbeantwortet.
  • Kein Tracking: Ohne Erfassung der Quelle lässt sich nicht sagen, welche Anzeige Aufträge brachte.
  • Zu früh urteilen: Die Leistungsseite empfiehlt mindestens 90 Tage für aussagekräftige Daten.
  • Nächster Schritt

    Prüfen Sie zuerst, ob Facebook oder Google besser zu Ihrer Situation passt. Dazu hilft der Vergleich Google Ads oder Meta Ads für Makler. Für die Rolle von Beiträgen und Profil lesen Sie Social Media für Immobilienmakler, und den Überblick über alle Kanäle liefert der Ratgeber Marketing für Immobilienmakler.

    Wenn Sie wissen möchten, wie eine Eigentümerkampagne in Ihrer Region aussehen könnte, finden Sie Ablauf, Budgetrahmen und ein Gesprächsangebot auf der Seite Meta Ads für Immobilienmakler.

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