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Social Media für Immobilienmakler: Was sich wirklich lohnt

Malte-Valentin Gründer6 Min. Lesezeit

Lohnt sich Social Media für Immobilienmakler?

Wenn Eigentümer Ihr Profil sehen, bevor sie einen Makler anrufen, arbeitet Social Media für Ihre Akquise. Ein Verkauf ist für Eigentümer eine große Entscheidung, und viele holen sich vorher einen Eindruck davon, wer in der Region aktiv ist. Ein gepflegtes Profil liefert diesen Eindruck: Objekte, Marktkenntnis, Gesicht und Arbeitsweise. Aufträge entstehen daraus meist über eine Kombination aus Profil, Empfehlung und gezielter Ansprache, selten aus Beiträgen allein.

Dieser Artikel zeigt, welche Plattformen für Makler infrage kommen, welche Inhalte Eigentümer erreichen, wo organische Beiträge enden und Anzeigen anfangen und wie viel Zeit Sie pro Woche einplanen sollten.

Welche Plattformen kommen infrage?

Für ein kleines bis mittleres Maklerbüro reichen zwei Kanäle, die Sie regelmäßig pflegen.

  • Instagram: Ein Kanal, über den Sie Menschen in Ihrer Region erreichen können. Reels, Stories und Beiträge laufen über ein Profil, und Sie können dieselben Inhalte später als Anzeige nutzen.
  • Facebook: Interessant, wenn Ihre Zielgruppe älter ist. Prüfen Sie in Ihrer Region, ob Ihre Eigentümer dort aktiv sind. Die Facebook-Seite brauchen Sie ohnehin, weil Anzeigen über sie laufen.
  • LinkedIn: Sinnvoll für Netzwerk, Bauträger, Investoren und Mitarbeitergewinnung. Für private Eigentümer ist es meist der schwächere Kanal.
  • Google-Unternehmensprofil: Kein Social Network, aber für Bewertungen und regionale Suche oft der erste Anlaufpunkt.
  • Starten Sie mit Instagram und Facebook, und nehmen Sie LinkedIn dazu, wenn Sie dort bereits Kontakte haben. Welche Plattform in Ihrer Region die richtige Zielgruppe hat, zeigt ein Blick auf die Profile Ihrer Wettbewerber und auf die Altersstruktur Ihrer letzten Kunden.

    Welche Inhalte erreichen Eigentümer?

    Eigentümer wollen wissen, ob Sie ihr Objekt und ihre Straße kennen und wie ein Verkauf mit Ihnen abläuft. Vier Inhaltsarten decken das ab.

    Objekte

    Verkaufte und neu angebotene Objekte zeigen, was Sie tun. Ein Reel mit Rundgang, ein Foto-Beitrag mit den Eckdaten, ein Hinweis auf den Verkaufsstand. Fragen Sie vor der Veröffentlichung den Eigentümer, ob er mit der Darstellung einverstanden ist. Verkauft heißt für Eigentümer, die Ihr Profil lesen: Der arbeitet erfolgreich in meiner Gegend.

    Region

    Marktnachrichten aus dem Ort, ein Spaziergang durch einen Stadtteil, neue Bebauungspläne, Preisentwicklung im Viertel. Wer die Region erklärt, wird als Ansprechpartner wahrgenommen. Nennen Sie Zahlen nur mit Quelle, etwa aus dem Gutachterausschuss Ihrer Stadt.

    Person und Büro

    Ein Foto aus dem Büro, ein kurzes Video zum Tagesablauf, eine Vorstellung des Teams. Eigentümer übergeben ein Haus an einen Menschen, und sie wollen wissen, wer das ist.

    Verkaufsprozess

    Hier liegt das größte Potenzial für Akquise. Zeigen Sie, wie eine Bewertung abläuft, was in ein Exposé gehört, wie eine Besichtigung vorbereitet wird, was bei einer Erbengemeinschaft zu klären ist. Jeder dieser Beiträge beantwortet eine Frage, die Eigentümer sich vor dem Erstgespräch stellen.

    Organisch oder bezahlt?

    Organische Beiträge erreichen vor allem Menschen, die Ihnen bereits folgen oder Ihr Profil besuchen. Das sind Kontakte, Nachbarn, Kunden und Kollegen. Das stärkt Vertrauen und Wiedererkennung. Ob ein Eigentümer, der gerade über einen Verkauf nachdenkt, Ihre Beiträge im Feed sieht, bleibt dem Zufall überlassen.

    Bezahlte Anzeigen auf Facebook und Instagram erreichen dagegen Menschen nach Region und Merkmalen, auch wenn sie Ihnen noch nicht folgen. Sie eignen sich für zwei Ziele:

  • Sichtbarkeit: Ihr Name und Ihr Gesicht erscheinen regelmäßig bei Eigentümern in Ihrem Einzugsgebiet.
  • Anfragen: Eine Anzeige führt auf eine Seite, auf der Eigentümer eine Bewertung anfordern.
  • Beide Wege ergänzen sich. Das Profil liefert den Eindruck, die Anzeige liefert die Reichweite. Wie eine Kampagne nach 90 Tagen ausgewertet wird, beschreibt der Ratgeber Werbeanzeigen für Immobilienmakler, den Aufbau der Facebook-Seite und der Anzeigen der Beitrag Facebook-Werbung für Immobilienmakler. Als Budgetrahmen nennt Gründer Marketing auf der Leistungsseite zu Meta Ads für Immobilienmakler ein Werbebudget ab 500 € im Monat, das direkt an Meta geht.

    Rechenbeispiel: Wie viel Zeit pro Woche?

    Angenommen, Sie veröffentlichen pro Woche zwei Beiträge oder Reels, drei Stories und beantworten Kommentare und Nachrichten. Für ein Büro mit ein bis zwei Personen ergibt sich folgender Aufwand (alle Werte sind Annahmen, die Sie an Ihren Alltag anpassen):

  • Planung: 30 Minuten, um Themen für die Woche festzulegen.
  • Aufnahmen: 90 Minuten, am besten gebündelt bei einem ohnehin geplanten Objekttermin.
  • Schnitt und Text: 45 Minuten für zwei Beiträge.
  • Stories: 15 Minuten für drei kurze Clips.
  • Kommentare und Nachrichten: 15 Minuten.
  • Das ergibt 195 Minuten, also rund dreieinhalb Stunden pro Woche. Auf ein Jahr gerechnet sind das gut 160 Stunden. Wenn Sie diese Zeit nicht aufbringen, ist ein Rhythmus von einem Beitrag pro Woche besser als ein Plan, den Sie nach drei Wochen aufgeben. Gründer Marketing nennt für das eigene Sichtbarkeitspaket 3 bis 4 Veröffentlichungen pro Woche aus Beiträgen, Stories und Reels sowie 2 bis 4 Videos pro Monat. Sichtbarkeit baue sich dort über 2 bis 4 Monate auf. Das ist die Richtung, in der sich ein Aufbau bewegt, und es zeigt, dass es um Monate geht. Mehr dazu auf der Seite Sichtbarkeitskampagnen.

    Rechtliches in Kürze

    Drei Punkte sollten Sie kennen. Das ist keine Rechtsberatung, lassen Sie Ihre Profile im Zweifel anwaltlich prüfen.

  • Impressum: Nach § 5 Digitale-Dienste-Gesetz (DDG) müssen die Anbieterangaben für geschäftsmäßige digitale Dienste leicht erkennbar, unmittelbar erreichbar und ständig verfügbar sein. Dazu zählen Name, Anschrift, E-Mail-Adresse und gegebenenfalls Register- und Umsatzsteuer-Identifikationsnummer. Viele Büros verlinken dafür in der Profilbeschreibung auf das Impressum der eigenen Website.
  • Bildrechte an Personen: Nach § 22 Kunsturhebergesetz (KUG) dürfen Bildnisse nur mit Einwilligung des Abgebildeten verbreitet oder öffentlich zur Schau gestellt werden. Holen Sie die Einwilligung von Eigentümern, Kunden und Mitarbeitenden ein, bevor Fotos oder Videos mit erkennbaren Personen online gehen, am besten schriftlich.
  • Fremde Bilder: Fotos, Musik und Grafiken aus dem Internet haben Urheber. Verwenden Sie eigene Aufnahmen oder lizenzierte Quellen.
  • Quelle: Gesetze im Internet (Bundesministerium der Justiz), gesetze-im-internet.de/ddg/__5.html und gesetze-im-internet.de/kunsturhg/__22.html, Stand Oktober 2026.

    Nächster Schritt

    Prüfen Sie zuerst Ihr Profil: Biografie, Profilbild, Link zum Impressum und eine Kontaktmöglichkeit für Eigentümer. Planen Sie dann vier Wochen Themen rund um Region und Verkaufsprozess und halten Sie den Rhythmus durch. Wenn Sie ein Profil mit bezahlter Reichweite verbinden möchten, besprechen wir das gern im Analysegespräch: Kontakt aufnehmen. Den größeren Zusammenhang aller Kanäle beschreibt der Ratgeber Marketing für Immobilienmakler.

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